Hier möchte ich nur denjenigen ein paar Tipps geben die noch nie geschleppt haben.
Dies soll nur eine kleine Hilfe für "Anfänger" sein, die noch nicht über die dazugehörige
Ausrüstung verfügen und es nur ein bisschen testen wollen bevor Sie viel Geld investieren.
Gesagt sei natürlich noch, das jedes Boot andere Voraussetzungen erfüllt und jeder somit
für sich, seine speziellen Techniken finden muss.
Mit diesen einfachen Vorschlägen von mir, kann aber jedermann erst einmal beginnen!
Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit für Kunstköder kann zwischen 1,8 - 2,5 knoten betragen.
Alle Schlepplöffel aus meinem Shop lassen sich problemlos bei diesen Geschwindigkeiten fischen und weisen
hervorragende Laufeigenschaften auf. Besonderst attraktiv laufen meine "Light" Ausführungen bei den etwas
langsameren Geschwindigkeiten.
Man sollte mit 2 knoten über Grund beginnen. Durch die verschiedenen Strömungen oder durch Richtungswechsel
verändert sich die Geschwindigkeit automatisch und spätestens dann wird man feststellen welches die richtige
Geschwindigkeit ist.
Bei starker Strömung oder Rückenwind kann es auch schon einmal vorkommen, das man 3 knoten über Grund
fährt, aber keine Angst, auch dann fängt man noch Fische.
Berücksichtigen muss man, wenn der Strom 1,5 kn beträgt und man fährt 2,5 kn mit der Strömung über Grund,
dann fährt man nur 1 kn durchs Wasser und das wäre zu langsam, denn dann bewegen sich die Löffel
kaum und verlieren Ihren Reiz für die Fische.
Schlepplöffel
Man sollte auf jeden Fall eine ausreichende Auswahl an Farben und Größen dabei haben.
Ein oder zwei Löffel laufen immer als Standart und mit dem Rest sollte man ruhig experimentieren.
Gefischt werden hauptsächlich 9 + 12 cm große Löffel.
Die Löffel an den Downriggern oder Löffel die tief laufen, sollte man größer wählen, die Löffel die
man flacher fischt können kleiner sein.
Mit den Farben ist es so eine Sache. An einigen Tagen laufen nur blanke Löffel mit blau, grün oder kupfernen
Farben. Beim nächsten Mal sind es wieder absolute Schockfarben wie Neongelb, pink oder Neongrün.
Dann beim nächsten Mal schwarz/weiß oder aber leuchtfarben (glow).
Eine große Rolle dabei spielt die Wasserqualität. Ist das Wasser trübe oder klar, scheint die Sonne oder
ist es bewölkt, ist es wellig oder haben wir glattes Wasser.
All diese Faktoren spielen eine große Rolle bei der Wahl der Farben.
Aus diesem Grund habe ich lieber zwei Löffel zuviel als einen zu wenig in meiner Kiste.
Zu den Löffeln sei noch gesagt, ich fische alle meine kleinen Löffel und 80% meiner großen mit Einzelhaken
Nur meine speziellen Dorschlöffel fische ich mit Drillingen.
Meine Drillinge sind mit zwei kleinen Sprengringen montiert und meine Einzelhaken alle mit einem Tönnchen vom Wirbel versehen.
Der Sinn und Zweck der Einzelhaken ist ganz einfach der, das man kleine Fische problemlos lösen
und dadurch schonender wieder zurücksetzen kann.
Downrigger
Bevor ich meine Unterwasserkamera am Downrigger zum Einsatz bringen wollte, habe ich meinen Köder
bei jedem Angeln einen Meter näher zum Boot hin gefischt.
Ich bin jetzt bei 1,5 Meter hinter der Downriggerkugel angelangt und muss sagen,das ich mit dieser Rute
nicht ein bisschen weniger Fische fange.
Als ich vor einigen Jahren mit dem Schleppfischen anfing, dachte ich mir der Köder müsse sehr weit
vom Boot gefischt werden. Wie man sieht, ist dies nicht erforderlich.
5 -10 Meter hinter der Kugel ist völlig in Ordnung.
Im flachen Wasser oder wenn man den Köder am Downrigger flach fischt, kann man ihn auch etwas
länger fischen. Ansonsten braucht man keine Angst zu haben, das die Fische durch das Boot oder den
Motor verscheucht werden. Viele Angler und auch ich sind der Meinung, das der Propeller oder das
Motorgeräusch die Fische eher neugierig macht.
Außerdem, je näher der Köder an der Kugel gefischt wird, je fester ist der Druck ( Anschlag )
der beim Biss entsteht, wenn die Schnur vom Fisch aus dem Clip gerissen wird.
Bei 30 Metern hinter der Kugel kommt somit durch die Dehnung der Schnur kaum noch der
richtige Widerstand ( Anschlag ) an und man verliert dadurch mehr Fische.
Man sollte es vermeiden einen Anschlag zu setzen nachdem der Fisch die Schnur schon aus dem
Clip gerissen hat, denn dadurch würde man unter umständen den Haken aus dem Maul des Fisches reißen.
Fischen ohne Downrigger
Wenn man noch keine Downrigger besitzt, kann man trotzdem problemlos schleppen.
Was man benötigt, sind Rutenhalter am Boot, 2 verschiedene Paravane und ev. Tauchscheiben.
Zwei Ruten, an denen jeweils ein Paravan montiert ist, lässt man direkt nach hinten raus laufen.
Die Ruten würden in diesem Falle die Downrigger ersetzten.
Wichtig ist nicht die Entfernung der Rutenspitze zum Wasser, sondern die Entfernung der
Schnur ab Wasseroberfläche, man sollte einen leichten und einen schweren Paravan benutzen.
Der Schwere muss in jedem Fall kürzer gefischt werden als der Leichte.
Meine schweren Paravane laufen bei 25 Meter Schnur im Wasser ca. 5-6 Meter tief, die Leichten
so etwa um die 3-3,5 Meter. Fischt man sie 30 oder 35 Meter im Wasser, laufen Sie ca.
1,5 Meter tiefer.
Man könnte jetzt noch eine Rute ganz nach hinten mit einer leichten Bebleiung als sogenannte
Longline laufen lassen, oder man nimmt zwei Tauchscheiben, die man dann an den Seiten laufen lässt.
Ohne Autopiloten ist es sehr schwierig mit mehr als 4 Ruten zu fischen.


Das es besser ist zu zweit zu fischen brauche ich ja nicht extra zu erwähnen, schon alleine um das Boot
beim Drill auf Kurs zu halten oder aber wenn man das Boot stoppt, das der Partner die Angeln einholen kann, von der Sicherheit ganz zu schweigen.